Ansprache des Ersten Bürgermeisters Ralf Kunzmann zum Jahresschluss 2025

Liebe Stadtratskolleginnen und Kollegen,
lieber zweite Bürgermeister Hans Derbfuß,
liebe dritte Bürgermeisterin Franziska Weiß,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Gäste,

das Jahr 2025 neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen und mit Weihnachten und dem nahenden Jahreswechsel stehen freudige Anlässe bevor. Diese Tage sind gerade deshalb für uns alle von Bedeutung, da diese Zeit einlädt, mit der Familie und den uns nahestehenden Personen die Fest- und Feiertage zu genießen und vor allem einander Zeit zu schenken.

Auch laden die letzten Tage im Jahr dazu ein, mit Dankbarkeit auf das nun zu Ende gehende Jahr zurückzublicken. Gerade in unserer schnelllebig gewordenen Zeit werden oftmals Umstände als selbstverständlich angesehen, die jedoch nicht unbedingt selbstverständlich sind. So ist es beispielsweise für einen Großteil unserer Mitmenschen alltäglich, früh morgens aufstehen und sich frei bewegen zu können. Doch uneingeschränkt körperlich und geistig fit und agil zu sein, gehört leider nicht für all unsere Mitmenschen zur Normalität.

So ist für mich gerade die Verquickung aus „Zeit“ und „Gesundheit“ etwas Wesentliches, die uns verdeutlicht, wie untrennbar unsere Lebensqualität mit unserem Umgang mit der eigenen Zeit verknüpft ist; denn was hilft es gesund zu sein, jedoch keine Zeit im Leben für seine Mitmenschen und für sein Umfeld zu haben. Umgekehrt hilft es uns auch nicht, eine Fülle an Zeit im Leben vorhalten zu können, jedoch diese auf Grund einer Erkrankung nicht nutzen zu können. Die Kombination aus Zeit UND Gesundheit, verbunden damit, aufrichtige und vertraute Mitmenschen um sich zu haben, ist deshalb äußerst wertvoll.

Liebe Gäste,

wenn wir auf unser Gemeindegebiet blicken, so haben wir im Jahr 2025 wegweisende Projekte umsetzen können. So konnte beispielsweise im Herbst mit der Inbetriebnahme des neugebauten Hallenbades ein wichtiges Angebot für das Schwimmenlernen der vielen Kinder in der gesamten Region sichergestellt werden. Ebenso konnte die Einweihung des Erweiterungsbaus der staatlichen Ritter-Wirnt-Realschule Gräfenberg für die offene Ganztagesschule gefeiert werden. Zukunftsweisende Projekte, die für den gesamten Landkreis Forchheim von Bedeutung sind und weitreichende Strahlkraft verbreiten. Ebenso konnte im Ortsteil Hohenschwärz das Baugebiet „Hohenschwärz-Süd“ fertiggestellt werden, sodass die ersten Häuslebauer bereits loslegen können. Auch der Verbindungsweg von der Dorfmitte zum Feuerwehrhaus in Walkersbrunn ist nunmehr fertiggestellt und begehbar.

Das Gemeinschaftsgefühl konnten wir durch den Besuch bzw. die aktive Gestaltung diverser Veranstaltungen fördern. So fand beispielsweise der 1. Tag der Vereine auf dem Markplatz sowie der 1. Flohmarkt auf dem REWE Parkplatz in Gräfenberg statt und zog jede Menge  Besucherinnen und Besucher an. Ebenso konnten wir besondere Jubiläen, nämlich das 50-jährige Bestehen unserer Mittelschule Gräfenberg sowie das 125-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Lilling gebührend feiern. Auch bei der Theater-Uraufführung „Ritter Wirnt und der König“ konnte ich mich als Gast von der Geschichte unseres berühmten Vorfahren mitreißen lassen – übrigens ein Werk, welches von unserem Träger der Bürgermedaille in Gold, Herrn Manfred Schwab, stammt. Die Städtepartnerschaftsreise zu unseren französischen Freunden nach Pringy sowie die Eröffnungsfeier anlässlich der Fertigstellung des Kräußelhauses rundeten die Ereignisse in 2025 ab.

Gerade im kommunalen Bereich wird, wie allseits bekannt, die Aufgabenvielfalt stetig umfangreicher. Leider ändern sich nun auch die finanziellen Rahmenbedingungen massiv, sodass wir künftig den Gürtel noch enger schnallen müssen, als bereits erfolgt. Zwar hat sich die Gewerbesteuer erst vor Kurzem positiver, als anfangs geplant, entwickelt, sodass im Jahr 2026 und 2027 voraussichtlich keine Fremdfinanzierung mittels Krediten erfolgen muss. Dennoch steht die Umsetzung diverser Großprojekte an. Genannt sei hier die Fertigstellung der Modernisierung des Gräfenberger Freibades, der Breitbandausbau in den Ortsteilen für Hochgeschwindigkeitsinternet oder aber auch die Umsetzung der Dorferneuerungsmaßnahmen in Kasberg und Walkersbrunn. Dicke Bretter also, die es zu bohren gibt! Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass wir mit Umsicht, Beständigkeit und einem optimistischen Blick in die Zukunft auch diese Herausforderungen meistern werden.

Liebe Stadtratskolleginnen und -Kollegen,
liebe Anwesende,

innerhalb wenigen Minuten ein Jahr Revue passieren zu lassen ist gar nicht so einfach bzw. auch gar nicht möglich. Auch war mein Bestreben die diesjährige Jahresabschlussrede möglichst auf das Wesentliche zu beschränken. Doch möchte ich noch auf zwei Punkte eingehen.

In Anbetracht der bevorstehenden Kommunalwahl 2026, welche am 8. März stattfindet, wird sich auch die Zusammensetzung unseres Gremiums verändern. Ich für mich kann sagen, dass mir die Arbeit im Stadtrat in den vergangenen 5 ½ Jahren grundlegend Freude bereitet hat und ich stolz darauf bin, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen vieles erreicht und auf den Weg gebracht wurde und das zum Wohle der Allgemeinheit und unserer Stadt. Auch habe ich künftig das Bedürfnis und vor allem den Willen und die Energie mich für Gräfenberg und die Ortsteile einzusetzen und diese positiv zu prägen. Wenngleich sich aus der Natur der Sache heraus im März auch unterschiedliche Personen auf unterschiedlichen Listen zu Wahl stellen werden, so ist es für uns alle von Bedeutung, dass die Zeit vor, während und auch nach der Wahl fair und mit Respekt erfolgt.

Zum anderen ist es mir wichtig D A N K E zu sagen.

Ein besonderer Dank ergeht an meine beiden Stellvertreter, dem zweiten Bürgermeister der Stadt Gräfenberg, Herrn Hans Derbfuß und der dritten Bürgermeisterin der Stadt Gräfenberg, Frau Franziska Weiß, für deren tatkräftige Unterstützung. Man spürt, dass wir als Vertreter der Stadt Gräfenberg gemeinsam an einem Strang und vor allem in die gleiche Richtung ziehen. Das ist von elementarer Bedeutung für ein vertrauensvolles Miteinander und für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dafür nochmals danke!

Ein herzlicher Dank ergeht zudem an die Stadtratskolleginnen und -kollegen, an deren Familien und an deren Angehörige; ohne gegenseitiges Verständnis, Unterstützung und Rückhalt wäre dieses Ehrenamt sicherlich nicht umzusetzen.

Ein besonderer Dank ergeht an alle Beschäftigten und Kollegen der Verwaltungsgemeinschaft Gräfenberg, des Kommunalunternehmens Gräfenberg, der Stadt Gräfenberg mit dem Bauhof, den Kindertageseinrichtungen, den Schulen, der Bücherei, dem Jugendzentrum, den Bädern, den Freiwilligen Feuerwehren sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern in den unterschiedlichsten Bereichen die für unsere Stadt und unsere Einrichtungen aktiv tätig waren und uns noch hoffentlich lange begleiten werden. Herzlicher Dank auch an meine Kollegin, Tanja Kutscher, die uns als Protokollführerin stets tatkräftig mit ihrem fundierten Fachwissen zur Seite stand.

Allen Ehrenamtlichen danke ich im Namen der Stadt Gräfenberg und vor allem persönlich für das eingebrachte Engagement – Sie alle sind eine wichtige, nicht wegzudenkende Säule unserer Gesellschaft und tragen maßgeblich für ein gutes und soziales Miteinander bei. Dies ist von unschätzbarem Wert für uns alle.

Zuletzt bedanke ich mich für das entgegengebrachte Vertrauen in meine Person im nun zu Ende gehenden Jahr. Danke also allen Unterstützerinnen und Unterstützern und danke an meine Familie, welche oftmals auf mich verzichten muss und mich stets bestärkt. Ich wünsche uns allen, unseren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr. Möge 2026 uns allen Frieden, Zuversicht, Gemeinschaftssinn und vor allem Gesundheit schenken.

Herzlichen Dank für Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit.

gez.
Euer / Ihr
Ralf Kunzmann
Erster Bürgermeister
Stadt Gräfenberg
im Dezember 2025